Über Theresa

Wie ich Personal Colour Analyst wurde

Ich gehöre zu den verrückten Menschen, die gerne Dinge sortieren und aufräumen. Das hab ich schon als Zweitklässlerin in Schönschrift in die Freundebücher meiner Klassenkameraden geschrieben. Dass ich Colour Analyst geworden bin, ergibt Sinn: Farbharmonie wirkt auf das menschliche Auge genauso anziehend wie Symmetrie und Proportionen. Der Anblick aufgeräumter Bücherregale und die Vorher-Nachher-Bilder von Kundinnen wirken ähnlich beglückend, behaupte ich.

Nicht überraschend, dass ich Marie Kondos Buch “The life-changing magic of tidying up” (dt. Magic Cleaning) als meine Bibel betrachte. Maries Mantra lautet: Behalte nur Dinge, die dich glücklich machen (“things that spark joy”). Auch YouTube- und Pinterest-Tutorials zum Thema Capsule Wardrobe predigen: „Behalte nur, was dir gut steht und gib den Rest weg.“ Aber eine Frage können weder Marie Kondo, Pinterest noch YouTube beantworten: Woher soll ich wissen, was mir steht?

Ich hatte absolut keine Ahnung! Wie viele andere Frauen auch trug ich den ewig gleichen Einheitsbrei aus Schwarz, Grau und Dunkelblau. Farben, die „erwachsen“ wirken und mit denen man angeblich nichts falsch machen kann. Ich trug entweder immer das Gleiche: schwarzer Pulli, Jeans, fertig. Oder ich stand ewig frustriert vorm Kleiderschrank, weil das Top nicht zum Rock passte, die Schuhe nicht zum Kleid. Von den Handtaschen fang ich gar nicht erst an. Es war alles wahllos zusammengekauft. Nichts passte zusammen.

Was noch schlimmer war: Schwarz und Dunkelblau betonten meine Augenringe und Hautunreinheiten und ließen mich blass und müde aussehen. Ich hielt mit viel Concealer, immer neuen Haarfarben-Experimenten und dickem Audrey-Hepburn-Lidstrich dagegen. Was für ein Kampf!

Da kam die kanadische Farbexpertin und meine heutige Mentorin Christine Scaman von 12 Blueprints ins Spiel. Ihre Website und die 12-Season-Methode lehrten mich, dass Schwarz nicht jedem steht. Und es liegt nicht an mir, dass Lippenstift clownmäßig aussieht – es war nur nicht mein Farbton. Ich begriff: Schönheit ist nichts, das ich mir von außen holen kann. Schönheit passiert von selbst, wenn ich nicht mehr gegen meinen genetischen Code ankämpfe. Sondern wenn ich Freundschaft mit ihm schließe und meine angeborene Farbpalette in meiner Kleidung und meinem Make-up wiederhole. Das System war logisch, klar und wissenschaftlich begründet. Und lieferte beeindruckende Ergebnisse.

Auf Instagram fand ich Vorher-Nachher-Bilder, die mich aus den Socken hauten. Diese Farbharmonie zu sehen, macht einfach glücklich. Kaum etwas begeistert mich so sehr, wie eine Frau auf der Straße zu sehen, deren Kleidung ihrer natürlichen Schönheit und ihrem Wesen entspricht. Ich will sie dann immer umarmen wie jemanden, der gerade etwas Großartiges geleistet hat. So anziehend wirkt das. In dieser Euphorie liegt für mich die wahre Bedeutung von “spark joy”. Ein Hochgefühl, eine Leichtigkeit, die den ganzen Körper erfasst. Es klickt einfach. Ich wollte unbedingt lernen, wie man diese Art von Harmonie erzeugt und so möglichst vielen Frauen diese Verwandlung ermöglichen. 

Also bestieg ich im Herbst 2018 ein Flugzeug nach Kanada, um bei Christine Scaman eine Ausbildung zum Personal Colour Analyst zu machen.

In Christines Studio fanden wir heraus, dass ich ein Soft Summer bin. Was für eine Überraschung! Insgeheim hatte ich auf den Soft Autumn gehofft, dessen Farbpalette mich an einen Sonnenuntergang in der Toskana erinnert. Aber ich konnte nicht leugnen, was ich im Spiegel sah. In den zarten kühlen Tönen des Soft Summers wirkte mein Gesicht schlanker und definierter. Ich war sichtbarer.

Mittlerweile liebe ich meine neuen Farben. Von Leuten, die ich lange nicht gesehen habe, bekomme ich Komplimente à la: „Du siehst so erholt aus. Warst du im Urlaub?“ Nö, das letzte Mal, dass ich cocktailschlürfend am Strand lag, ist fünf Jahre her. Das Geheimnis ist: Die Farben, die ich jetzt trage, sind eine Erweiterung meiner selbst. So entsteht authentische, mühelose, harmonische Schönheit, die auffällt. Sich selbst auf diese Weise kennenzulernen, ist ermutigend, erfüllend und befreiend zugleich!

„Mit deiner Arbeit tust du den Menschen etwas Gutes.
Du bringst Farbe und Freude in ihr Leben. Und den Anstoß, sich selber näher zu betrachten. Wer sich den Fragen zum eigenen Selbst stellt, stellt sich auch anderen Fragen. Denn die ergeben sich. So schließen sich Kreise, so findet Entwicklung statt.“

SABINE, BAD FALLINGBOSTEL

Dieser charmante Dark Autumn ist übrigens mein Mann Peter, Filmemacher und Fotograf. Wenn du möchtest und er gerade Zeit hat, fotografiert er dich nach der PCA in deinen besten Farben. Wenn du lieber nur mit mir vorlieb nimmst, ist das auch völlig in Ordnung. Sag mir dann vor deinem Termin einfach Bescheid.