Wenn du Farben tragen möchtest, die deinem Hautton schmeicheln, solltest du wissen, ob dir warme oder kalte Farben besser stehen. Und wie du erkennst, ob eine Farbe warm oder kalt ist, erkläre ich dir in diesem Beitrag.

Wir beginnen mit den Grundlage der Farbtheorie. Der erste Schritt ist, zu wissen, wie Farben aufgebaut sind.

 

Was sind Primärfarben?

 

Wenn du schon mal etwas von Farbtheorie gehört hast, sagen dir die Primärfarben Rot, Gelb und Blau bestimmt etwas.

primaerfarben

 

 

 

 

 

 

 

Sie heißen Primärfarben, weil diese drei Farben nicht gemischt werden können. Alle anderen Farben entstehen aus einer Kombination dieser drei Primärfarben. Alle Farben können aus den drei Primärfarben Rot, Gelb und Blau gemischt werden.

 

 

Was sind Sekundärfarben?

sekundärfarben

 

 

 

 

 

 

 

Orange, Grün und Lila

Die drei Sekundärfarben entstehen durch das Mischen von je zwei Primärfarben:

Rot+Gelb= Orange       Gelb+Blau=Grün          Blau+Rot=Lila

 

 

Was sind Tertiärfarben?

 

tertiärfarben

Rotorange, Gelborange, Gelbgrün,

Blaugrün, Blaulila, Rotlila

 

Diese sechs Farben entstehen durch die Kombination von einer Primärfarbe und einer Sekundärfarbe:

Rot + Orange = Rotorange

Gelb + Grün = Gelbgrün

Blau + Lila = Blaulila

Gelb + Orange = Gelborange

Blau + Grün = Blaugrün

Rot + Lila = Rotlila

 

Das Farbrad

 

Die Primär-, Sekundär- und Tertiärfarben zusammengesetzt ergeben das berühmte Farbrad. Das erste Farbrad hat Isaac Newton 1706 entwickelt. Er ordnete die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Lila in einer natürlichen Abfolge auf einem Rad an. Wenn man das Rad schnell genug drehen würde, würden die Farben verschwimmen. Das menschliche Auge nimmt das als Weiß wahr. Alle Farben können aus den drei Primärfarben Rot, Gelb und Blau gemischt werden.

Okay, und wie übertrage ich die Farbtheorie auf die Frage, wie ich warme oder kalte Farben erkenne?

Achte auf die Position der Farben auf dem Farbrad. Stelle dir eine Achse zwischen 4 Uhr und 10 Uhr auf dem Farbrad vor. Alle Farben darüber gelten als warm. Alle Farben darunter als kalt. Auf 12 Uhr liegt die Primärfarbe Gelb, auf 8 Uhr die Primärfarbe Blau.

Warme oder kalte Varianten von Farben entstehen, indem man einer Farbe eine Nachbarfarbe beimischt. Dazu geht man auf dem Farbrad entweder ein bis zwei Schritte nach rechts (blau) oder ein bis zwei Schritte nach links (gelb).

Sobald eine Farbe sichtbares Blau enthält, wirkt sie kalt. Wenn sichtbares Gelb enthalten ist, wirkt sie warm.

Nehmen wir zum Beispiel die Farbe Grün. Grün kann ja entweder ein warmes Gelb-Grün oder ein kaltes Blau-Grün sein.

 

 

 

 

 

Hier der Vergleich zwischen einem warmen und einem kalten Rot: Links enthält mehr Gelb, rechts enthält mehr Blau.

Farbeigenschaften

 

Farben immer vergleichen

 

Aber Achtung, die Temperatur einer Farbe ist immer relativ. Es kommt immer darauf an, mit welcher anderen Farbe man sie vergleicht.

Warum? Man kann immer eine wärmere oder kältere Version einer Farbe finden, je nachdem, in welche Richtung man sich auf dem Farbrad bewegt. Das Vergleichen mit dem kalibrierten Farbfächer ist daher sehr wichtig, wenn du korrekte Farben für deinen Farbtyp auswählen willst.

Hier ist zum Beispiel das warme Rot von oben – in diesem Vergleich wird es zur kälteren Variante. Denn diesmal enthält das rechte Rot mehr Gelb. Und zwar so viel, dass wir es schon als Orange wahrnehmen. Die Übergänge sind also fließend.

Fazit: Wenn du unsicher bist, warme oder kalte Farben zu erkennen, suche nach der Farbe in der Farbe. Such sichtbares Gelb, wenn du eine warme Farbe willst. Schau nach Blau für kalte Farben. Durch Üben kannst du deinen Blick dafür definitiv schärfen. Und wenn du einen Farbfächer für deinen Farbtyp besitzt, hilft dieser dir natürlich, die Temperatur einer Farbe zu bestimmen.

Willst du wissen, ob dir warme, kalte oder neutrale Farben am besten stehen? Und möchtest du, dass deine Kleidung untereinander harmonisch wirkt und frei kombinierbar ist? Dann melde dich zu einer Personal Colour Analysis (Farbberatung) bei mir an.

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